Dienstag, 9. Juni 2015

Bundesregierung zu KRITIS


Den Berichten zufolge, organisieren sich in der letzten Zeit Gruppen, die zum Beispiel in den Zügen, gezielt Handys den Führungskräften und anderen Geschäftsreisenden, klauen. Man spricht davon, dass wir hier mit einem neuen Instrument der Cyberkriminalität zu tun haben. Allerdings sind die Smartphones gut abgesichert und schwer zu knacken, somit bleibt das Verfahren (noch) harmlos.



Als besonders gefährdet gelten hier sogenannte Kritische Infrastrukturen, die KRITIS.



Welche Infrastrukturen gelten eigentlich als kritisch? Bundesregierung erläutert:

´´Infrastrukturen gelten dann als „kritisch“, wenn sie für die Funktionsfähigkeit moderner Gesellschaften von wichtiger Bedeutung sind und ihr Ausfall oder ihre Beeinträchtigung nachhaltige Störungen im Gesamtsystem zur Folge hat. Ein wichtiges Kriterium dafür ist die Kritikalität als relatives Maß für die Bedeutsamkeit einer Infrastruktur in Bezug auf die Konsequenzen, die eine Störung oder ein Funktionsausfall für die Versorgungssicherheit der Gesellschaft mit wichtigen Gütern und Dienstleistungen hat.´´



Es handelt sich also um die Infrastrukturen, die einfach nicht ausfallen sollen. Sie sind folgende:

Technische Basisinfrastrukturen: Energieversorgung , Informations- und Kommunikationstechnologie, Notfall- und Rettungswesen, Transport und Verkehr, (Trink-) Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Sozioökonomische Dienstleistungsinfrastrukturen: Gesundheitswesen, Ernährung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Notfall- und Rettungswesen, Katastrophenschutz, Parlament, Regierung, öffentliche Verwaltung, Justizeinrichtungen, Finanz- und Versicherungswesen, Medien und Kulturgüter.



Die Bundesregierung äußert sich auch zur Terrorgefahr für die KRITIS und weißt darauf hin, wie empfindlich sie gegenüber dem technischen und menschlichen Versagen sind. BR weißt auch auf sog. ´´Risikokultur´´ hin:



´´Ein 100%-iger Schutz der Infrastrukturen und ihrer Leistungsfähigkeit ist weder von Seiten des Staates, noch von Seiten der Betreiber zu gewährleisten. Das bisherige Sicherheitsdenken muss sich hin zu einer neuen „Risikokultur“ transformieren. Diese neue Risikokultur basiert unter anderem auf

• einer offenen Risikokommunikation zwischen Staat, Unternehmen, Bürgern und Öffentlichkeit unter Berücksichtigung der Sensibilität bestimmter Informationen,

• der Zusammenarbeit aller relevanten Akteure bei der Prävention und Bewältigung von Ereignissen,

• der verstärkten Selbstverpflichtung der Betreiber zur Prävention und zur Bewältigung von Ereignissen,

• einer verstärkten und selbstbewussten Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit der von Störungen oder dem Ausfall Kritischer Infrastrukturleistungen betroffenen Menschen und Einrichtungen.´´



Will die Bundesregierung, dass wir jetzt von den Gefahrgedanken befallen werden? (in der Zeit, wo meistens Jügendliche Ihre Facebookposts nur mit Freunden Teilen, ist der Schutz den Blödsten Daten in manchen Kreisen schon längst selbstverständlich). Und welche Schutzmaßnahmen sollen hier gelten?



Ich bin hier auf jedem Fall erleichtert, dass man bei mir ohne Passwort nicht rein kann.

Samstag, 6. Juni 2015

Bargeldloses Zahlen


Wer Stadtleben kennt, der weißt auch, am Samstag steht man ewig Schlange. Und zwar nicht nur im Laden, sondern vor allem vor dem Bankautomaten. Alle wollen Bares, denn ´´nur Bares ist Wahres´´, das weißt schon ein Kind, als es sein erstes Taschengeld bekommt.

Die Diskussion um die Abschaffung der Barzahlungen dauert und ist in der letzten Zeit besonders hitzig. Allerdings nicht neu. Anbei eine kurze Zusammenfassung der Rede von Dr. Michael Kemmer aus dem Bargeldsymposium der Deutschen Bundesbank (IV.10.2012).



Bar zahlen sollte bequemer sein und schneller gehen. Besonders bei den kleinen Einkäufen drückt man lieber der Kassiererin paar Münzen in die Hand, statt mit der Karte zu zahlen. Sparsamer sollte es auch sein – man gibt ja nicht mehr aus, als das, was man besitzt. Frei fühlt man sich auch, wenn man über Bar verfügt. Barzahlungen sind anonym – sie benötigen keine Daten, die man vergleichen kann.

So viel zu den Bankkunden. Für die Banken sind die Barzahlungen vor allem aber teuer. Bargeldlogistik, IT-Infrastruktur – das kostet alles Geld. Rund 4 Mio. € müssen die Banken in Deutschland jährlich aufbringen, um das Bargeld ihren Kunden zur Verfügung zu stellen.

Sicher ist das Bargeld auch nicht, laut Banken. Was davon verloren geht, geht verloren und bleibt es für immer und, was Verzinsung angeht, ist es ein totes Kapital.



Die Banken wollen durch bequemere Zahlungsmittel den Trend zu dem Bargeldlosen Zahlen weiterhin vorantreiben. Die Regierung sieht in der Bargeldlosen Zukunft die Chance, das Schwarzgeld zu stoppen. Dem Verbraucher wird dafür seine Freiheit, selber zu bestimmen, wohin mein Geld fließt, deutlich eingeschränkt.