Wer Stadtleben kennt, der weißt auch,
am Samstag steht man ewig Schlange. Und zwar nicht nur im Laden,
sondern vor allem vor dem Bankautomaten. Alle wollen Bares, denn ´´nur
Bares ist Wahres´´, das weißt schon ein Kind, als es sein erstes
Taschengeld bekommt.
Die Diskussion um die Abschaffung der
Barzahlungen dauert und ist in der letzten Zeit besonders hitzig.
Allerdings nicht neu. Anbei eine kurze Zusammenfassung der Rede von
Dr. Michael Kemmer aus dem Bargeldsymposium der Deutschen Bundesbank
(IV.10.2012).
Bar zahlen sollte bequemer sein und
schneller gehen. Besonders bei den kleinen Einkäufen drückt man
lieber der Kassiererin paar Münzen in die Hand, statt mit der Karte
zu zahlen. Sparsamer sollte es auch sein – man gibt ja nicht mehr
aus, als das, was man besitzt. Frei fühlt man sich auch, wenn man über Bar verfügt. Barzahlungen sind anonym – sie
benötigen keine Daten, die man vergleichen kann.
So viel zu den Bankkunden. Für die
Banken sind die Barzahlungen vor allem aber teuer. Bargeldlogistik,
IT-Infrastruktur – das kostet alles Geld. Rund 4 Mio. € müssen
die Banken in Deutschland jährlich aufbringen, um das Bargeld ihren
Kunden zur Verfügung zu stellen.
Sicher ist das Bargeld auch nicht, laut
Banken. Was davon verloren geht, geht verloren und bleibt es für
immer und, was Verzinsung angeht, ist es ein totes Kapital.
Die Banken wollen durch bequemere
Zahlungsmittel den Trend zu dem Bargeldlosen Zahlen weiterhin
vorantreiben. Die Regierung sieht in der Bargeldlosen Zukunft die
Chance, das Schwarzgeld zu stoppen. Dem Verbraucher wird dafür seine
Freiheit, selber zu bestimmen, wohin mein Geld fließt, deutlich
eingeschränkt.
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