wie wird man zum essayist?
Ist es eigentlich wahr, dass jeder Schreiber ein Essayist werden kann? Ja, unter der Bedingung, er recherchiert fleißig und hat den notwendigen Schreibdrang.
Im groben ganzem ist ein
Essay eine wissenschaftliche Abhandlung, die sich von den anderen
indem unterscheidet, dass sie auf den Fachjargon verzichtet und keine
wissenschaftlichen, sensus-stricte, Richtlinien hat. Was jedoch nicht
bedeutet, dass es sich an keine Struktur festhält. Hier muss man
sagen, ein Essay hat, wie alle Formen, eine feste Gliederung, wobei
der Sinn des Hauptteils darin besteht, die im Vordergrund stehende
These mit Hilfe der Literatur zu argumentieren. ´´Hübscher´´ ist
es auch, wenn man bei jeder neuen Argumentation sich eine Überschrift
einfallen lässt, was schon mal in Anspruch nimmt, dass man es ganz
geschickt strukturiert.
Meistens die Essayisten sind
Autoren, Journalisten oder Schriftsteller, denen es schon von lautem
Phantasieren und Geschichten-erzählen irgendwie langweilig geworden
ist, und die, die etwa anspruchsvoller werden möchten. Es passiert
natürlich auch, dass sich die Laien an das Werk machen,
beispielsweise Hipster mit journalistischen Ambitionen, die
normalerweise in den Medien jobben und Akademiker in der Familie
haben, die diese dann später herausgeben wollen. Deren Arbeiten,
wenn publiziert, sind mal was interessantes und auch cool.
Insgesamt könnte man sagen,
auf eine Idee, Essay zu schreiben, kommt man durch Sammeln. Im
Hinterkopf bleiben uns immer viele Sachen, die wir in einem Moment
nicht nutzen. Aus diesen kleinen Überbleibsel entsteht dann ein
Material, und so ha ma´s.
Ein Essay schreibt man also,
um ab und an seinen mentalen Papierkorb zu leeren. Ich kann das sehr
gut glauben, so kann man ganz gut den Information-Kater vermeiden :).
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