Andreas Eschbach über Schreibkurse
``Kreativeschreiben-Kurse´´ boomen
im Internet und an den Fernschulen. Heutzutage scheint es zu sein,
dass jeder ein Autor werden will. Auch wenn es einem nicht gelingt,
ein eigenes Roman zu schreiben, kann man sich immer an einen
Drehbuch, den man zu verkaufen versuchen kann, oder zumindest an
einen Ebook machen. Seit 2013 bieten manche deutsche Verlage die
Schreibkurse an. Ein Interview mit Andreas Eschbach, einem
Bestseller-Autor zu diesem Thema habe ich bei ´´Buchreport´´
gefunden.
Laut Eschbach, ist es gar
nicht seltsam, dass die Verlage solche Kurse bieten. Logischerweise,
wenn die Automobilhersteller die KFZ-Mechaniker ausbilden, sollen
hier auch die Literaten sich etablieren. Nun, behauptet Eschbach,
das, woran es den jungen Autoren fehlt, ist nicht das handwerkliche
Können, sondern der nötige ´´Biss´´.
Für die Dozenten, die die
Kurse leiten, eröffnet sich die Gelegenheit, das eigene Werkstatt
nochmals ´´durch zu studieren´´. Man lernt ja immer mehr, indem
man etwas den anderen klärt. Aber, so Eschbach, das Sprechen über
das Schreiben blockiert öfters einen.
Schriftsteller-Sein ist kein
erlernter Beruf, sondern eine Karriere, die eher zu vergleichen mit
der eines Tennisspielers ist. Man darf nicht vergessen, schreiben
muss man wirklich wollen und vieles dafür machen, manch aufgeben.
Eschbach feierte sein
Durchbruch 2000 mit dem Roman ´´Das Jesus-Video´´ schreibt aber
seit er 12 war. Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik und wechselte
noch vor dem Abschluss in die EDV-Branche.
Vielleicht ist das ein neues
Modell der Schriftsteller-Karriere, vielleicht dient der Hype dazu,
die zeitgemäße Autoren auszubilden, die gezielt die Bedürfnisse
des Marktes befriedigen werden? Ob daraus ein Übermaß an Bestseller
entstehen kann, ist eher fragwürdig. Auf jeden Fall mit
Autoren-Kursen eher vorsichtig!

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